
Wie alles begann
Unsere Leidenschaft fĂŒr Venusfliegenfallen begann im Jahr 2020 â mit einer einzigen Pflanze und der kindlichen Neugier fĂŒr das Aussergewöhnliche. Was als kleines Sammelinteresse startete, entwickelte sich rasch zu einer tiefen Faszination fĂŒr die Vielfalt und Einzigartigkeit dieser faszinierenden fleischfressenden Pflanzen.
Mit jedem neuen Kultivar, den wir entdeckten, wuchs unsere Begeisterung â nicht nur fĂŒr die Schönheit und KomplexitĂ€t der Venusfliegenfalle, sondern auch fĂŒr ihre Pflege, Kultivierung und Vermehrung. Wir verbrachten unzĂ€hlige Stunden mit Recherche, Erfahrungsaustausch und dem Aufbau unserer eigenen kleinen Sammlung, die bald zu einer beachtlichen Vielfalt heranwuchs.
Aus dieser wachsenden Leidenschaft entstand der Wunsch, sie mit anderen zu teilen. So begannen wir, unsere Pflanzen gezielt zu vermehren â mit Sorgfalt, Hingabe und dem Anspruch, QualitĂ€t vor QuantitĂ€t zu stellen. Heute freuen wir uns, in unserem Shop eine stetig wachsende Auswahl an Venusfliegenfallen-Kultivaren anbieten zu können â von robusten Klassikern bis hin zu seltenen LiebhaberstĂŒcken.
Unser Ziel ist es, diese besondere Pflanzenwelt fĂŒr alle zugĂ€nglich zu machen â ob Einsteiger oder Sammler. Denn fĂŒr uns sind Venusfliegenfallen mehr als nur exotische Pflanzen: Sie sind ein StĂŒck lebendige Faszination, das wir gerne mit Ihnen teilen.
Unsere GĂ€rtnerei
Unsere kleine GĂ€rtnerei betreiben wir mit viel Herzblut â jedoch im Nebenerwerb. Aus zeitlichen GrĂŒnden können wir daher leider keine Besichtigungen oder Abholungen vor Ort anbieten. Wir bitten um VerstĂ€ndnis, dass unser zeitlicher Rahmen solche Besuche aktuell nicht zulĂ€sst.
Unser Angebot ist ausschliesslich ĂŒber unseren Onlineshop verfĂŒgbar. DafĂŒr legen wir grossen Wert auf gesunde Pflanzen, sorgfĂ€ltige Kultivierung und einen zuverlĂ€ssigen Versand innerhalb der Schweiz. Wir bieten ausschliesslich Jungpflanzen an, die jĂŒnger und daher kleiner sind als die Pflanzen auf den Beispielbildern. Die einen sind bereits blĂŒhfĂ€hig, andere blĂŒhen in der folgenden Saison.
Wer uns gerne persönlich treffen möchte, findet uns regelmĂ€ssig an ausgewĂ€hlten Börsen und Events â darunter die TerraExpo in Spreitenbach, die Baselbieter Reptilienbörse in Lausen sowie die Plantswap Börse in Olten. Dort stehen wir gerne fĂŒr Fragen sowie Austausch zur VerfĂŒgung und bringen auch eine Auswahl an Kultivaren mit. Zudem sind wir auch in der App von ReptiCare (https://repticare.ch) auffindbar.
FĂŒr alle weiteren Anliegen oder Fragen sind wir jederzeit per E-Mail erreichbar: vffundmehr@gmail.com
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Versandkosten und Versandtag
Wir versenden mit der Schweizer Post (A-Post), sicher verpackt und gut geschĂŒtzt. Die Versandkosten betragen 10.50. Ab einem Bestellwert von 80.- ist der Versand kostenlos.
Der Versand erfolgt in robustem, pflanzenschonendem Verpackungsmaterial (im Preis inbegriffen). Wir rezyklieren Verpackungsmaterial, um die Umwelt zu schonen. Deswegen bieten wir kein Verpackungsmaterial mit personalisiertem Aufdruck unseres Unternehmens an.
Versandtag und Bestellrhythmus:
Wir bĂŒndeln alle Bestellungen und versenden einmal pro Woche â jeweils am Mittwoch. Bestellungen, die bis Dienstagabend (23:59 Uhr) eingehen und bezahlt sind, werden am folgenden Mittwoch verschickt.
Damit stellen wir sicher, dass Ihre Pflanzen frisch verpackt und nicht ĂŒber das Wochenende unterwegs sind.
Empfohlene Produkte
Informationen zur generellen Pflege der Venusfliegenfalle
Herkunft:
Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) hat ihren Ursprung in den Pocosin-Mooren der amerikanischen Bundesstaaten North und South Carolina. Die Pflanze faszinierte mit ihrem einzigartigen Aussehen und dem raffinierten Fangmechanismus damals bereits Charles Darwin. Die Faszination geht fĂŒr diese Pflanze so weit, dass im Laufe der Zeit Botaniker, GĂ€rtner und Sammler viele verschiedene Sorten durch langjĂ€hrige Zucht und Selektion aus der einen natĂŒrlichen Form hervorgebracht haben. Dabei sind heute 130 sogenannte Kultivare registriert und weitere unregistrierte Kultivare existent.
Pflege:
Substrat:
Die Venusfliegenfalle findet in ihrem Habitat Böden mit einem pH-Wert von bis zu 3 vor und mag es daher extrem sauer. Der Weisstorf sorgt fĂŒr den sauren Anteil im Substrat. FĂŒr eine gute Wasser- und LuftdurchlĂ€ssigkeit verwenden wir inzwischen eine 30/30/30-Mischung aus Weisstorf, Quarzkies und Seramis. Das Substrat vor dem Einpflanzen oder Umtopfen gut mit kalkfreiem Wasser trĂ€nken.
Alternativ können die Venusfliegenfallen wie in ihrem natĂŒrlichen Habitat in lebendem Sphagnum-Moos gepflanzt werden. Im Freien ist diese Kultur gut möglich. Bei einer Indoor-Kultur in reinem Sphagnum kommt es bei mir gelegentlich vor, dass junge BlĂ€tter faulen und absterben. Deshalb sollte man im Innenbereich besonders auf eine gute Luftbewegung achten. Diese Variante ist jedoch ein wenig anspruchsvoller in der Pflege, da das Moos hie und da zurĂŒckgeschnitten und gedĂŒngt werden muss. Dabei sollte man höchstens ein bis zwei Mal im Jahr und ausschliesslich wĂ€hrend der Vegetationsphase von April bis Oktober dĂŒngen. Die DĂŒngung wird unter dem Untertitel «Giessen» nĂ€her erlĂ€utert. ZurĂŒckgeschnitten wird, wenn das Moos die Pflanzen ĂŒberwĂ€chst. DafĂŒr verwendet man am besten eine feine Nagelschere. FĂŒr eine Kultur in lebendem Sphagnum-Moos eignet sich eine oben offene Glasvase mit hohen WĂ€nden.
Licht und Standort:
Die Venusfliegenfalle ist eine Pflanze, die hohe AnsprĂŒche an die LichtverhĂ€ltnisse stellt. In ihrem natĂŒrlichen Habitat ist sie ganztags der Sonne ausgesetzt und liebt diese auch. Erst wenn die LichtverhĂ€ltnisse stimmen, bildet die Pflanze ihre charakteristische FĂ€rbung aus. In der Natur sind die Innenseiten der FangblĂ€tter satt rot gefĂ€rbt, bei Zuchtformen variiert die FĂ€rbung von Sorte zu Sorte stark. Ein sonnenverwöhntes Fenster, ein Standort mit zusĂ€tzlicher Pflanzenbeleuchtung oder ein zugluftgeschĂŒtzter Standort draussen an der Sonne sind essenziell fĂŒr eine erfolgreiche Kultivierung und die richtige Ausbildung der natĂŒrlichen sowie gezĂŒchteten Farbenpracht und Merkmale.
Giessen:
Da sie in Mooren wĂ€chst, ist sie sehr empfindlich gegenĂŒber Kalk im Wasser. Gegossen wird ausschliesslich mit Regenwasser oder destilliertem Wasser. Giessen mit Leitungswasser endet in jedem Fall mit der Zeit tödlich fĂŒr die Pflanze. Selbst kleinste Mengen Kalk im Giesswasser reichern sich bei wiederholtem Giessen im Substrat an und schĂ€digen allmĂ€hlich die empfindliche Wurzel.
Auch Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage kann verwendet werden. Die Anlage muss jedoch zuverlĂ€ssig funktionieren und regelmĂ€ssig gewartet werden. Andernfalls werden Mineralien nicht mehr ausreichend aus dem Wasser entfernt und reichern sich ebenfalls im Substrat an. Der Leitwert des produzierten Wassers sollte deshalb regelmĂ€ssig mit einem LeitwertmessgerĂ€t geprĂŒft werden.
Die Venusfliegenfalle vertrĂ€gt problemlos StaunĂ€sse. Eine permanente Kultivierung in stehendem, kalkfreiem Wasser ist gut möglich. Die Wurzeln vertragen die anhaltende NĂ€sse sehr gut. Das Rhizom, oft umgangssprachlich als «Zwiebel» bezeichnet, mag es dagegen etwas trockener und sollte gut belĂŒftet sein. Wir halten die Töpfe unserer Pflanzen permanent in 1 bis 2 cm tiefem Wasser. Im Winter darf das Wasser in der Schale auch mal austrocknen. Das Substrat sollte aber feucht bleiben.
Kulturen in Sphagnum-Moos sollten immer feucht gehalten werden, da das Moos sonst schnell an VitalitĂ€t verliert. Die Basis des Sphagnum-Mooses darf dabei im Wasser stehen, etwa 1 cm tief. Damit das Sphagnum-Moos auch vital bleibt, sollte es sehr vorsichtig gedĂŒngt werden. Mineralischer FlĂŒssigdĂŒnger wie zum Beispiel KakteendĂŒnger, verdĂŒnnt in destilliertem Wasser, eignet sich dabei am besten. Die LeitfĂ€higkeit der DĂŒngerlösung sollte jedoch auf keinen Fall 75 Mikrosiemens, also 0.075 mS oder 75 ”S, ĂŒberschreiten. Dies ist eine sehr schwache Konzentration und entspricht etwa acht bis zehn Tropfen KakteendĂŒnger pro Liter destilliertem Wasser. Höhere Konzentrationen sind fĂŒr das empfindliche Moos und vor allem fĂŒr die Venusfliegenfallen tödlich, weswegen bei dieser Methode absolute Vorsicht geboten ist. Hier gilt: Weniger ist mehr. LeitwertmessgerĂ€te fĂŒr eine sichere DĂŒngung sind heutzutage sehr preiswert und einfach zu erhalten.
Luftfeuchtigkeit:
Die Venusfliegenfalle ist auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Am besten gedeiht die Pflanze bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 60% und 100%. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verfĂ€rben sich die FangblĂ€tter bereits wĂ€hrend der Ausbildung schwarz und verkĂŒmmern. In der Winterpause darf die Luftfeuchtigkeit bei Torfkulturen auch mal auf 60% abfallen. Bei Kulturen in Sphagnum-Moos bleibt im Winter die Luftfeuchtigkeit durch den stets gleichgehaltenen Wasserstand automatisch sehr hoch.
Ăberwintern:
Bei der klassischen Kultur ist die Pflanze auf ihren Jahreszyklus und damit eine Winterpause angewiesen. Bei einer Indoor-Kultur mit etwa 30â000 Lux direkt an der Pflanze ist nach meiner Erfahrung auch eine aktive Ăberwinterung ohne Winterpause möglich.
Temperaturen bis zu â5°C sind fĂŒr die Wildform im Winter kein Problem. Die Maifröste in unserer Region können fĂŒr die Pflanze, die sich dann bereits wieder ins Wachstum begibt, jedoch tödlich sein. Es empfiehlt sich ein frostsicherer Ăberwinterungsplatz, wobei die Temperaturen bis auf 0°C abfallen können. Gute LichtverhĂ€ltnisse sollten auch im Winter gewĂ€hrleistet sein.
Schnitt:
Nach der Winterpause werden die schwarzen, abgestorbenen BlĂ€tter an der Basis mit einer feinen Schere entfernt. Dies kann bei Bedarf wĂ€hrend der Wachstumsphase im Sommer wiederholt werden, da bei guter Pflege viele neue BlĂ€tter ausgebildet werden können und die alten dann mit der Zeit nach und nach absterben. Im FrĂŒhling bildet die Pflanze einen bis zu 60cm hohen BlĂŒtenstiel, der die Pflanze viel Energie kostet. Viele Pfleger schneiden den BlĂŒtenstiel in einem frĂŒhen Stadium der Entwicklung ab, um der Pflanze den Stress zu ersparen, da sie keinen Bedarf an Samen haben und die BlĂŒten aus floristischer Sicht betrachtet nicht besonders dekorativ sind. Man kann der Pflanze jedoch auch problemlos ihre Natur ĂŒberlassen.














































